Vermögen sinnvoll planen

Entnahmerechner

Monatliche Entnahmen, Laufzeit, Startkapital oder Restkapital mit Rendite, Kosten, Inflation und optionaler Steuer auf Verkaufsgewinne planen.

Tischkalender, Spargefäß, Münzen und dunkelblaues Notizbuch

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Entnahmeplan · vor Steuern

Wie soll Ihr Vermögen für Sie arbeiten?

Vier Rechenwege mit derselben monatlichen Fortschreibung. Rendite und Inflation sind konstante Szenarioannahmen, keine Vorhersagen.

Ihr Plan

Rendite, Kosten und Kaufkraft

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Die Berechnung verstehen

Regel- und Datenstand: Allgemeine Finanzmathematik · monatliches Szenario · optionale Verkaufssteuer
Zuletzt geprüft: 2026-10-30

Inhaltsverzeichnis

Vier Wege durch denselben Entnahmeplan

Leseecke mit Haushaltsnotizbuch, Tasse und Sanduhr

Berechnen Sie eine Anfangsentnahme für die gewünschte Laufzeit, die Laufzeit einer festen Anfangsentnahme, das dafür benötigte Kapital oder den verbleibenden Wert nach einer festgelegten Zeit. Ein Restkapitalziel ist in nominalen Euro am Laufzeitende angegeben. Die Laufzeit wird auf volle Monate gerundet.

Die Inflationsanpassung kann jährlich nach zwölf gleich hohen Zahlungen oder monatlich mit dem effektiven Monatsfaktor erfolgen. Die Kaufkraftrechnung diskontiert Zahlungen und Guthaben weiterhin monatsgenau. Ein Jahresplan mit zwölf gleich hohen Zahlungen und ein monatlich wachsender Plan haben daher unterschiedliche Kapitalbedarfe.

Rendite und Kosten konsistent umrechnen

Die Monatsrendite lautet (1 + Jahresrendite)^(1/12) − 1. Der jährliche Kostenabschlag wird als Monatsfaktor (1 − Kostenquote)^(1/12) angewendet. Zuerst wird die Rendite gutgeschrieben, dann die Gebühr vom gewachsenen Kapital abgezogen. Zusammen ergibt sich der Jahresfaktor (1 + Rendite) × (1 − Kostenquote). Bei 4 % Rendite und 0,5 % Kosten sind das 3,48 % netto vor Steuern.

Am Monatsanfang entnommenes Kapital erzielt in diesem Monat keine Rendite mehr. Am Monatsende wird zunächst Rendite und Kostenwirkung auf das gesamte Anfangskapital berechnet. Deshalb erfordern gleich hohe Zahlungen am Monatsanfang meist mehr Startkapital.

Aufbrauch und Grenzen des Szenarios

Eine Zahlung wird auf das noch verfügbare Kapital begrenzt. Danach endet der Plan, statt ein negatives Guthaben fortzuschreiben. Bei ausreichender konstanter Rendite kann ein endlicher Aufbrauch ausbleiben. Der Jahresplan zeigt trotzdem höchstens 100 Jahre. Ein Aufbrauch außerhalb dieses Horizonts wird als solcher bezeichnet.

Die optionale Verkaufssteuer verwendet den steuerlichen Anschaffungskostenanteil, die Fondsteilfreistellung, den verfügbaren kalenderjährlichen Sparer-Pauschbetrag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Nur Gewinne werden besteuert. Gewünschte Nettozahlungen werden in erforderliche Bruttoverkäufe umgerechnet. Das Modell hält den Rechtsstand 2026 konstant; Vorabpauschalen, Ausschüttungen, gemischte FIFO-Lose und Verlusttöpfe fehlen. Es ist keine sichere Entnahmerate.

Mit der tatsächlich zu deckenden Ausgabenlücke beginnen

Ein Entnahmeplan lässt sich am besten einordnen, wenn er eine klar bestimmte Lücke zwischen regelmäßigen Ausgaben und anderen Einnahmen deckt. Trennen Sie laufende Kosten von gelegentlichen Anschaffungen und halten Sie eine Reserve für Ausgaben vor, die das gleichmäßige Monatsmodell nicht beschreibt. Die Anfangsentnahme ist nicht automatisch Ihr gesamtes Haushaltsbudget. Rente, Mieteinnahmen oder Teilzeitarbeit können einen Teil davon finanzieren; Steuern und Versicherungen können diese anderen Einnahmen wiederum mindern. Ermitteln Sie deshalb zunächst den Betrag, der tatsächlich aus dem angelegten Vermögen kommen muss. Erst danach ist der Vergleich mit der berechneten monatlichen Entnahme aussagekräftig.

Als Startkapital sollte nur Vermögen eingehen, das für diesen Plan verfügbar ist. Geld für eine unmittelbar bevorstehende Anschaffung oder eine getrennt gehaltene Notfallreserve darf nicht gleichzeitig die modellierten Entnahmen finanzieren. Wird ein schwer verkäuflicher Vermögensgegenstand einbezogen, beweist der berechnete Zahlbetrag noch keine rechtzeitige Liquidität. Der Rechner unterstellt, dass das Kapital jede vorgesehene Entnahme bedienen kann. Ob Verkäufe tatsächlich möglich sind und genügend Geld auf dem Auszahlungskonto liegt, muss außerhalb dieser mathematischen Annahme geprüft werden. Eine klare Abgrenzung zwischen Anlagekapital, kurzfristigen Rücklagen und sonstigem Vermögen verhindert, dass derselbe Euro in mehreren Planungen zugleich verwendet wird.

Konstante Rendite ist eine Annahme und keine Garantie

Die Jahresrendite wird in einen effektiven Monatsfaktor umgerechnet, der während der gesamten Beispielrechnung unverändert bleibt. Reale Anlagen entwickeln sich nicht entlang eines solchen glatten Pfads. Verluste am Beginn einer Entnahmephase können anders wirken als Verluste zu einem späteren Zeitpunkt, weil bereits ausgezahltes Geld an einer anschließenden Erholung nicht mehr teilnimmt. Zwei Anlagen mit ähnlichen durchschnittlichen Renditen können deshalb unterschiedliche tatsächliche Entnahmeverläufe ermöglichen. Die Kurve zeigt ausschließlich das gewählte konstante Szenario. Sie stellt keine Verteilung möglicher Ergebnisse dar und berechnet keine Wahrscheinlichkeit dafür, dass das Vermögen bis zu einem bestimmten Lebensalter ausreicht.

Vergleichen Sie mehrere in sich stimmige Annahmen, statt sich auf einen optimistischen Endbetrag zu verlassen. Senken Sie beispielsweise die Rendite bei unveränderten Kosten und Ausgaben. Betrachten Sie anschließend eine längere Laufzeit oder ein höheres Restkapitalziel. Wenn jeweils nur eine Annahme verändert wird, erkennen Sie leichter deren Einfluss. Die Aussage kein endlicher Aufbrauch bedeutet lediglich, dass das mathematische Verhältnis aus konstantem Wachstum und gewählter Zahlung den Bestand in diesem Modell nicht erschöpft. Sie ist weder eine lebenslange Einkommensgarantie noch ein Nachweis für eine unter schwankenden Märkten sichere Entnahme. Unerwartete Ausgaben und veränderte Lebensumstände werden durch diese Formulierung ebenfalls nicht abgesichert.

Inflation verändert Zahlbeträge und ihre Bedeutung

Bei einer festen nominalen Entnahme bleibt die Eurozahl gleich, während ihre Kaufkraft sinken kann. Mit Inflationsanpassung steigt die Zahlung je nach gewählter Häufigkeit nach jeweils zwölf Monaten oder in jedem Monat. Der Anfangsbetrag beschreibt dann den Beginn einer wachsenden Zahlungsreihe und nicht sämtliche späteren Auszahlungen. Das reale Restkapital rechnet den künftigen Bestand auf die Kaufkraft am Planbeginn zurück. Vergleichen Sie nominale Zahlungen mit nominalen Zielen und kaufkraftbereinigte Bestände mit heutigen Kosten. Werden diese Ebenen vermischt, kann ein scheinbar komfortabler Überschuss entstehen, der die tatsächlich benötigte Kaufkraft nicht erhält. Gerade lange Laufzeiten machen diese Unterscheidung wichtig.

Ein Restkapitalziel wird in nominalen Euro am Ende der Laufzeit eingegeben. Möchten Sie die heutige Kaufkraft einer Reserve erhalten, müssen Sie dieses Ziel zuvor in den entsprechenden künftigen Geldbetrag übersetzen. Der Rechner interpretiert die Eingabe nicht stillschweigend als inflationsgeschützte Erbschaft oder Notfallrücklage. Auch ein höherer nominaler Endbestand kann weniger Kaufkraft bedeuten als ein kleinerer heutiger Betrag. Betrachten Sie daher neben dem hervorgehobenen Endwert die kaufkraftbereinigte Reihe. Halten Sie bei eigenen Vergleichen fest, ob ein Zielbetrag in heutigen oder künftigen Euro gemeint ist. Nur so lassen sich Varianten für Ruhestand, Auszeit oder andere längerfristige Vorhaben sinnvoll nebeneinanderstellen.

Den Jahresplan als nachvollziehbare Zahlungsrechnung lesen

Der Jahresplan zeigt Anfangskapital, Erträge, Kosten, Entnahmen und Schlussbestand. Er bildet dieselbe monatliche Fortschreibung ab wie das hervorgehobene Ergebnis und verwendet keine zweite Näherung mit einer pauschalen jährlichen Verzinsung. Ein unvollständiges letztes Jahr enthält nur die tatsächlich simulierten Monate. Reicht der Bestand nicht mehr für die gewünschte Zahlung, wird die letzte Entnahme auf das vorhandene Kapital begrenzt. Die Tabelle setzt keine vollständigen Auszahlungen aus einem negativen Guthaben fort. Prüfen Sie deshalb das letzte Jahr besonders sorgfältig, wenn der Plan zwischen zwei Jahresmarken endet. Die Zahl der ausgeführten Monate erklärt dann, weshalb der letzte Jahresbetrag kleiner ist.

Entnahmen am Monatsanfang und Monatsende unterscheiden sich, weil das ausgezahlte Kapital unterschiedlich lange an der Entwicklung teilnimmt. Ebenso ist die Kostenannahme genau zu lesen: Modelliert wird ein wiederkehrender prozentualer Abschlag, keine gesonderte Rechnung für Depotführung, Transaktionen oder Beratung. Verwenden Sie Rendite und Kosten so, dass dieselbe Belastung nicht doppelt abgezogen wird, etwa wenn die Renditeannahme bereits nach diesen Gebühren angegeben ist. Die optionale Steuerrechnung verfolgt die verbleibenden Anschaffungskosten und besteuert nur den Gewinnanteil nach Teilfreistellung und verfügbarem Pauschbetrag. Der Rechtsstand bleibt konstant. Ein echtes Depot mit mehreren Anschaffungslosen, Vorabpauschalen, Verlusttöpfen und Ausschüttungen lässt sich damit nicht vollständig nachbilden; solche Vorgänge benötigen eine gesonderte Rechnung.

Ein Rechenbeispiel

120.000 EUR Startkapital ohne Rendite, Kosten oder Inflation finanzieren zehn Jahre lang 1.000 EUR am Monatsende. Das Kapital ist nach 120 Monaten aufgebraucht. Soll nach zehn Jahren noch 12.000 EUR verbleiben, beträgt die konstante monatliche Entnahme 900 EUR.

Eigenständiges Rechenbeispiel · feste Annahmen, unabhängig von Ihren Formulareingaben
SchrittAnnahme / RechnungErgebnis
StartkapitalVor Steuern120.000,00 €
Laufzeit10 × 12120 Monate
RestkapitalzielNominal am Ende12.000,00 €
Monatliche Entnahme(120.000,00 € − 12.000,00 €) / 120900,00 €
Gesamte Entnahmen120 × 900,00 €108.000,00 €
Schlussbestand0 % Rendite, Kosten und Inflation12.000,00 €

Häufige Fragen

Was passiert bei 0 % Rendite?

Die Zahlungen werden direkt aus dem Kapital finanziert. Der Rechner verwendet dieselbe monatliche Fortschreibung und benötigt keine Division durch einen Zinssatz.

Was bedeutet kein endlicher Aufbrauch?

Nur unter den gewählten konstanten Annahmen reicht der modellierte Zuwachs dauerhaft für die gewählte Zahlung. Das schützt nicht vor Kursverlusten oder unerwarteten Ausgaben.

Ist das eine Rentenberechnung?

Nein. Es ist ein allgemeiner Entnahmeplan für Kapitalvermögen. Gesetzliche Rentenansprüche, Versicherungen und lebenslange Garantien werden nicht berechnet.

Quellen und Geltungsbereich

Die verlinkten Quellen erläutern die verwendeten Regeln, Gültigkeitszeiträume und den Geltungsbereich dieses Rechners.